Innovationen

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coldheat200

 

 

Die Erfindung des Coldheat200 betrifft ein Schweißverfahren für das Auftragsschweißen bei elastisch gelagerten oder elektrisch isolierten Vignol- oder Rillenschienen. Dabei wird der mit der Auftragsschweißung zu versehende Schienenabschnitt über seine gesamte Länge mittels eines Magnetfeldes erwärmt, welches durch ein auf die Schiene aufgelegtes Induktionskabel erzeugt wird.

Bei den bekannten Schweißverfahren derartiger Schienen liegen die auftretenden Temperaturen erheblich über 200°C. Mit der Erfindung des Coldheat200 kommt es zum Einsatz einer definierten Wärme und einer genauen Temperaturüberwachung. Hierbei werden vorhandene Materialien nicht beschädigt, Fehler und Abnutzungen der Schienen können somit behoben und deren Lebenszyklus verlängert werden – unabhängig von der Art des eingebauten Systems und selbst bei Stadtbahngleisen problemlos anwendbar.

Eine gleichbleibende Schienentemperatur über die gesamte Länge des zu bearbeitenden Abschnitts wird erreicht, indem die auf die Schiene aufgelegten Längsinduktoren bei Beginn des Schweißvorganges von der Schiene abgehoben und nach Beendigung des Schweißvorgangs wieder auf die Schiene aufgelegt werden.

 

 

Der Ablauf des Schweißvorgangs wird hierbei mittels eines Bordcomputers mit all seinen Parametern (Schweißgeschwindigkeit, Drahtvorschub, Strom, Spannung) – vor, während und nach dem Schweißvorgang – nachvollziehbar dokumentiert. Somit lässt sich der Ablauf des Schweißvorganges nachvollziehen, der Vorgang kann jederzeit wiederholt werden und eine gleichbleibende Qualität ist gewährleistet.

Die Vorrichtung für die Durchführung des Schweißverfahrens ist verstellbar und quer zu der mit der Auftragsschweißung zu versehenden Schiene angeordnet. Durch die teleskopartige Verstellmöglichkeit kann die Breite der Vorrichtung dem Spurmaß des durch die aufzuschweißende Schiene gebildeten Gleises angepasst werden, beispielsweise auf ein Spurmaß von 1000mm bis 1500mm.

Das Fahrwerk des Coldheat200 besteht aus sechs Rädern, die einzeln aufgehängt und gegeneinander elektrisch isoliert sind. Dadurch besteht keine elektrische Verbindung zwischen den Rädern der beiden Seiten. Mindestens eines der Räder, die auf die zu schweißende Schiene aufgesetzt sind, steht mit einer Antriebsvorrichtung in Verbindung. Die Räder sind auf dem Schienenkopf verfahrbar und werden durch Führungsdorne in der korrekten Spur gehalten, welche innerhalb der Rille angeordnet sind. Somit wird ein zwangsfreies und spurgetreues Fahren des Coldheat200 auch in bogenförmigen Schienen ermöglicht.