Gleisbau gehört zum Alltag vieler Infrastrukturprojekte. Doch Baustelle ist nicht gleich Baustelle. Die Arbeiten am Münchner Isartor haben gezeigt, wie anspruchsvoll Schieneninstandhaltung werden kann, wenn Platz, Zeit und Zugänglichkeit stark begrenzt sind.
Ende März 2026 war Willke rail construction während einer zweiwöchigen Sperrpause der Münchner Stammstrecke an der Erneuerung mehrerer Weichen in der unterirdischen S-Bahn-Station Isartor beteiligt. Gemeinsam mit der DB InfraGO und der Firma CFT, die die Belüftungsanlagen installiert hat, arbeitete unser Team rund um die Uhr daran, die Arbeiten innerhalb des engen Sperrzeitraums erfolgreich umzusetzen.
„Das war keine normale Baustelle“, sagt Torsten Mohr, Projektsteuerer bei Willke rail construction, der die Arbeiten begleitet hat.

Wenn jeder Zentimeter zählt
Die Arbeiten fanden rund um die Uhr in dem Tunnel unter der Münchner Innenstadt statt. Enge Platzverhältnisse, zahlreiche Kabel und technische Anlagen sowie die schwierige Materiallogistik verlangten von allen Beteiligten höchste Präzision. Für große Maschinen gab es kaum Spielraum. Material musste per Lok in den Tunnel transportiert und Schritt für Schritt eingebaut werden.
Vormontierte Bauteile, wie sie auf vielen Baustellen eingesetzt werden, kamen hier nicht infrage. Stattdessen wurden die einzelnen Komponenten direkt vor Ort im Tunnel angebracht – eine aufwendige Aufgabe, die Erfahrung und technisches Know-how erforderte.
Neben den technischen Herausforderungen stellte auch die Arbeitsumgebung hohe Anforderungen an die Teams. Der Schichtbetrieb lief rund um die Uhr, der Zugang zur Baustelle erfolgte ausschließlich zu Fuß und die Arbeiten fanden unter besonderen Bedingungen im Tunnel statt.
Erfahrung macht den Unterschied
„Man braucht gewisse Erfahrung und Belastbarkeit für so ein Projekt“, sagt Torsten Mohr.
Besonders hebt er dabei die Leistung der eingesetzten Kolonnen sowie der Zweiwegebagger-Bediener hervor, die auf engstem Raum und unter Zeitdruck präzise Arbeit geleistet haben.
Trotz anfänglicher Verzögerungen konnten die Bauarbeiten sogar früher als geplant abgeschlossen werden. Entscheidend dafür waren die sorgfältige Planung, die enge Abstimmung aller Beteiligten und die Erfahrung der eingesetzten Teams.

Präzision für einer starke Schieneninfrastruktur
Das Projekt am Isartor zeigt eindrucksvoll, dass moderner Gleisbau weit mehr ist als der reine Austausch von Schienen und Weichen. Gerade bei Arbeiten in stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten sind technische Kompetenz, logistische Präzision und eingespielte Teamarbeit entscheidend.
Oder wie Torsten Mohr es zusammenfasst:
„Das können nicht viele.“
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